Smart Home

Heim und Technik

Nachdem durch den Siegeszug des Smartphones fast jeder Mensch in Deutschland mit moderner Technik ausgestattet ist, beginnt nun auch die Modernisierung unseres Heims. Smart Home ist das neue Schlagwort unter dem vordringlich die Vernetzung und intelligente Steuerung unserer vier Wände und allen darin enthaltenen Dingen fällt.

Sicherlich gibt es hier Anwendungsfälle, die wirklich zum einen Sparpotential durch eine effektivere Steuerung bieten oder uns das Leben so weit bequemer machen, dass sich die Investition lohnt. Die Investition erfolg dabei auf zwei Ebenen: einmal der finanzielle Aufwand für den Kauf und die Einrichtung der Elemente und zugleich die Zeit und Energie, die jeder aufbringen muss, um sich mit dieser neuen Form der Steuerung der Heimtechnik vertraut zu machen. Ein klassisches sinnvolles Beispiel wäre die Heizung als ein Element des Smart Homes.

Das Einsparpotential ist groß, wenn man nicht den gesamten Tag die Wohnung auf einer bestimmten Temperatur halten muss, um beim nach Hause kommen nicht zu frieren. Man stellt entweder einen gut abgestimmten Zeitplan auf oder aktiviert einfach aus der Ferne die Heizung, wenn man weiß, dass man gleich den Heimweg antritt.

Abgesehen davon, dass Smart Home nicht nur Vorteile mit sich bringt (fachkundigen Dieben und Hackern kann Tür und Tor geöffnet werden). Es existieren allerdings eine Reihe von Utensilien oder Habseligkeiten, die sich zumindest bisher nicht wirklich sinnvoll in das Smart Home Konzept einfügen lassen.

Der Werkzeugwagen als Smart Home Element

So besitzt fast jeder Hand- oder Heimwerker mit etwas professionellerem Anspruch einen Werkstattwagen. Wie sich z.B. auf dieser Seite mit einer Übersicht über gängige Werkzeugwagen unschwer erkennen lässt, existiert ein vielfältiges Angebot dieser praktischen Helfer. Bisher ist uns allerdings kein einziger Werkzeugwagen bekannt, der Smart Home Funktionen besitzt.

Die Frage wäre dabei: Was wäre eine sinnvolle Smart Home Funktion für Werkzeugwagen? Im Grunde höchstens eine Füllstandsanzeige für Kleinteile, die rechtzeitig signalisiert, dass nachgelegt werden sollte oder sogar automatisch nachbestellt. Oder eine Warnung, falls ein Werkzeug nicht an seinem Platz ist, wenn der Werkzeugwagen weg bewegt wird. Vielleicht noch eine Positionsbestimmung, falls der Wagen auf einem weitläufigen Gelände genutzt wird oder häufig auf Baustellen mitgenommen wird.

Auch wenn einige dieser Funktionen unter Umständen hilfreich sein könnten, bleibt die Frage, ob der Preis für die nötige Technik im Verhältnis zu dem Nutzen steht. Außerdem bleibt fraglich wie groß dieser Nutzen ist und wie viele Besitzer regelmäßig diese Funktion verwenden wollen.

Stative: kein Smart Home Nutzen?

Andere mögliche Smart Home Kandidaten sind zu klein oder zu einfach, um in ein entsprechendes Konzept zu passen. Ein Beispiel wäre ein Handy Stativ. Für Fotobegeisterte Smartphonenutzer ist ein Handy Stativ eine hilfreiches Utensil, um scharfe Bilder auch aus ungewöhnlichen Blickwinkeln aufnehmen zu können. Ähnlich wie bei den anderen Gerätschaften wird eine große Auswahl an Handy Stativen z.B. hier angeboten.

Nun kann man sich vielleicht streiten, ob eine Bluetooth Auslösesteuerung als ein Smart Home Element angesehen werden kann. Denn eigentlich bedingt Smart Home eine intelligente Vernetzung von Dingen. Andererseits existieren Apps über die per Bluetooth-Fernsteuerung das Fotografieren auslöst werden kann.

Auch hier stellt sich die Frage wie könnte eine sinnvolle Smart Home Integration aussehen? Sicher gehören Webcams, die Räume überwachen und den Besitzer bei unerwarteten Bewegungen informieren zu den klassischen Smart Home Konzepten. Aber ein intelligentes Stativ? Klar es könnte sich automatisch ausrichten oder per Fernsteuerung ausrichten lassen, aber dann fehlt der Bezug zum Heim.

Der Smart Home Drucker

Auch wenn bisher Drucker nicht als klassisches Smart Home Element verstanden werden, passen sie eigentlich gut in diese Gerätekategorie. Moderne Drucker sind mit vielfältigen Funktionen ausgestattet. Eine davon ist meist der problemfreie Zugriff von unterschiedlichen Geräten und auch aus der Ferne. So bieten fast alle Hersteller von WLAN-Druckern Möglichkeiten des Ferndruckes an.

So lässt sich von unterwegs schon mal der Druckauftrag erteilen und wenn man zu Hause (oder in seinem Büro) angekommen ist, liegt das Dokument bereits lesefertig vor.

Mobile Drucker hingegen drehen das Smart Home Konzept eigentlich herum. Statt von überall Zugriff auf die Technik in den heimatlichen vier Wänden zu erhalten, sind diese Geräte so portabel, dass man sie überall mit hin nehmen kann. Statt erst zu Hause den Ausdruck zu erhalten, kann jeder egal wo an Ort und stelle den gewünschten Ausdruck in die Hand gelegt bekommen.

Smarter Kaffee im Heim?

Sicherlich kann auch eine fernsteuerbare Kaffeemaschine klar zu einem Smart Home Konzept gehören. Auch hier gibt es bereits einige interessante Geräte. Benötigt man als Kaffeeliebhaber allerdings ein zusätzlich spezialisiertes Gerät wie eine gute elektrische Kaffeemühle, sieht es mit Smart Home bereits wieder düster aus.

Auch hier finden sich wieder vielfältige elektrische Kaffeemühlen aller Preisklassen, die auch mit vielen auf Technik basierenden tollen Funktionen ausgestattet sind. Aber selbst bei den hochpreisigen Geräten finden sich keinerlei Smart Home Funktionen. Das wäre auch schwierig zu realisieren. Während ein Kaffeevollautomat wunderbar aus der Ferne angewiesen werden kann einen Kaffee zu brühen, würde dies für eine elektrische Kaffeemühle oder sogar Expressomühle keinen Sinn ergeben.

Denn einerseits liegt die besondere Qualität des Mahlgutes ja gerade in der Frische und andererseits wie soll die Kaffeemühle das Mahlgut an die Kaffeemaschine weiter geben. Auch hier fehlt (noch) eine sinnvolle Idee zur Smart Home Integration. Einzige Idee wäre ein automatischer Hinweis zur regelmäßigen Wartung oder eine auf Basis der Menge des Mahlgutes ausgesprochene Erinnerung neue Kaffeebohnen nachzubestellen.

Definitiv kein Smart Home Kandidat

Es gibt auch Gegenstände des täglichen Bedarfes, die ziemlich klar ungeeignet für eine Smart Home Integration sind. Für jeden der regelmäßig ins Büro, zur Schule oder zu Kunden geht, ist eine Laptoptasche ein gutes Transportmittel für den mobilen Rechner.

Auch wenn der enthaltene Gegenstand – der Laptop – klaren Bezug zum Smart Home hat, können wir uns für die Tasche keine sinnvolle Integration in ein entsprechendes Konzept vorstellen. Eine Anzeige zum aktuellen Akkustand des Laptops könnte viel einfacher und sinnvoller vom Laptop selbst ausgehen.

Bliebe vielleicht nur eine Positionsbestimmung der Tasche. Diese könnte aber auch durch entsprechende kleine Chips oder Elemente, die sich in verschiedensten Gegenständen verstauen lassen realisiert werden. Eine direkte Integration in die Laptoptasche würde demgegenüber keinen Vorteil bringen.

Smart Home: praktisch, aber nicht immer und überall

Unser Fazit aus dieser Betrachtung: Smart Home bietet sinnvolle und nützliche Konzepte für die Zukunft. Allerdings sollte niemand versuchen auf Teufel komm raus Smart Home Technik in jeden Gegenstand zu verbauen, der zu Hause genutzt wird. Für Laptoptasche, die elektrische Kaffeemühle, den mobilen Drucker oder Werkzeugwagen wird es sicher auch Weiterentwicklungen geben. Diese werden allerdings weniger in Richtung Smart Home gehen.

Aber wer weiß … vielleicht hat doch noch jemand eine tolle Idee, die auch diese Gegenstände mit einer wirklich nützlichen Smart Home Funktion ausstattet. Wir sind gespannt was die Zukunft bringt.